Der Akzep-Tanz

Nadine denkt in freier Natur nach

2020. Wir hatten uns so auf ein „neues Jahrzehnt“ gefreut. Was wir bekommen haben, entsprach nicht unseren Vorstellungen – privat und auf dem Rasen. Ihr bekommt den Rückblick aus meiner Sicht. Aus der Sicht eines Fans – Auf ein Spiel!

Wie ich es vermisse…

Gott sei Dank war ich noch in Augsburg und in Frankfurt, bevor die Tore für Fans endgültig geschlossen wurden. Wenn ich jetzt an dieses Gefühl denke, wie es ist, in der Kurve zu stehen, zu klatschen, zu singen, sich zu freuen und sich in den Armen zu liegen. Es brennt in meinem Herzen. Kaum vorstellbar, wie sich das angefühlt hat. Ich weiß jetzt noch ein Stück mehr, wie wichtig Fußball für mich ist. Es ist nicht nur das Spiel an sich. Es sind die Fans, das Gefühl, der Zusammenhalt. Die Stimmung. Mein Ventil, mal den Alltag hinter mir zu lassen. Wut, Freude, Enttäuschung, Begeisterung – es fehlt mir. Desto dankbarer bin ich, noch auf diesen beiden Auswärtsfahrten dabei gewesen zu sein. Vor dem TV zu hocken, zu meckern – das ist vielleicht nett, aber kein Dauerzustand. Ich guck mir lieber nochmal die Niederlage in Frankfurt im Stadion an, als 3 Siege vor dem TV.

Nadine steht vor einem Bild auf dem das Weserstadion in schwarz/weiß abgebildet ist.
Das Weserstadion nur auf Leinwand und TV

Und haben wir überhaupt 3 Siege im TV gesehen? Ich sag es euch ganz ehrlich, Freunde des guten Fußballgeschmacks: Die letzte Saison war zum Vergessen. Wir haben uns Gott sei Dank noch einmal aufgerafft und die Relegation überstanden. Hier könnt ihr das ganze Spektakel auch noch einmal nachlesen.

Die aktuelle Situation bei Werder scheint wieder kritisch. Gegen Bayern haben sie alles reingeworfen. Dieses Spiel hat mir gezeigt, dass ganz tief in den Jungs noch die Kunst des Balls steckt. Aber es gab auch andere Spiele. Spiele bei denen ich überlegt habe, den Fernseher auszumachen. Kennt ihr diese Szenen in Filmen, wenn irgendwas wirklich Schlimmes zu sehen ist? Ja, da hätte ich auch gern die Augen zugemacht. Aber es war ja schließlich der SVW, der da auf der Mattscheibe lief. Den kann man nicht im Stich lassen. Mit verwirrenden Hasstiraden im Netz helfen wir unserem SVW nicht. Das Spiel gegen Hannover 96 im Pokal lässt wieder hoffen. Und ich hoffe auch, dass Kohfeldt vermehrt auf eine jüngere Startelf ohne Japaner setzt! 🙂

Es war nicht alles schlecht

Zum Ende des Jahres setze ich mich noch einmal hin und bringe auf Papier, was das Jahr so mit sich gebracht hat. Dann bemerke ich meist, dass nicht alles schlecht war. Ich habe viele Menschen in meinem Freundeskreis die das Jahr immer mit „das Jahr war so scheiße, hoffentlich wird das nächste besser“ abschließen. Ich gucke mir lieber was von den Norwegern ab. Dort sagt man auch nicht „Frohes Neues“ beim Jahreswechsel. Hier heißt es „takk for den gamle“ zu Deutsch „Danke für das vergangene Jahr“. Die Norweger Art ist für mich die eindeutig schönere Version. Probiert es mal aus und schreibt Monat für Monat auf, was besonders war. Es ist nicht nur eine Reise durch die Zeit, es beendet das Jahr positiv.

Außerhalb der 90 Minuten

Und so habe ich auch wundervolle Momente gehabt. Ich predige seit Beginn an, dass Freundschaften für mich den Fußball tragen. Ich habe dieses Jahr einige Freundschaften verloren, aber ich habe zugleich neue Türen aufgemacht. So bin ich über Pia gestolpert. Pia ist Werder-Fan und Dank Social Media eine wichtige und gute Freundin geworden. Wir ticken gleich, tauschen uns täglich aus – und das bei weitem nicht nur über Fußball. Danke für deine Freundschaft!

Aber auch Fußballtechnisch gab es schöne, positive Momente. So durfte ich im Oktober für ein Wochenende den Kanal auf Instagram von „UnserWerder“ übernehmen. Ich durfte für „FanOnStreet“ die Aktion „EM für Kids“ zu Ende bringen. In so viele leuchtende Augen habe ich noch nie gesehen. Zudem kamen über 700 Euro zusammen für die Spendenaktion, zu der ich aufgerufen habe, als das Spiel gegen die Bayern anstand. 700 Euro gingen mit „Breakfastgoals“ an die Kids für „Dein Ball für Namibia„. Hier konnten wir fast ein ganzes Jahr abdecken, in dem die Kids jeden Mittwoch ein Frühstück bekommen. Schaut gerne mal bei FanOnStreet vorbei, wenn auch ihr gutes tun wollt. Und Zack! So schlecht war dieses Jahr nicht, trotz Corona-Zeiten.

Der Tanz auf Distanz und der Ausblick

Corona. Wir müssen uns Alle an die Regeln halten, damit wir möglichst schnell wieder zur Normalität zurückkehren können. 15:30 Uhr in der Kurve. Warum ich diese Überschrift gewählt habe. Wir sitzen alle im selben Boot. Wir tanzen gerade den Akzep-Tanz, im Wechselschritt mit dem Dis-Tanz. Das kostet viel Kraft aber ich bin voller Hoffnung, dass wir uns wieder in der Kurve treffen.

Ihr dürft euch nächstes Jahr auf ein paar coole Sachen freuen. Was, wird noch nicht verraten. Der Blog geht auf jeden Fall etwas anders weiter, solange man nicht ins Stadion darf. Aber eine kleine Überraschung gibt es noch. Ihr erinnert euch noch an Michael? Ein gnadenloser Texter. Ich traf ihn das letzte Mal in Frankfurt. Ich bat ihn um einen Jahresabschluss auf seine Art. Und hier ist er, das Beste kommt zum Schluss!

Zwei Freunde in der Gästeliste in Werder Trikots
Und das ist Michi!

Viel Spaß dabei und macht das Beste aus dieser Zeit. Wir sehen uns wieder im neuen Jahr – Auf ein Spiel! (Auch wenn es anders wird). Rutscht gut rein!

Der Jahresabschluss von Michael Merfort

2020 da ist ein Ende in SICHT – 
da war mehr als dieses Virus von dem jeder grad SPRICHT.
Und bevor das neue Jahr nun endlich ANBRICHT – wird es Zeit für den meinen Grün – Weißen JAHRESBERICHT. 

Mehr Wagen und mehr Winnen – neuer Mut das FUNDAMENT – Auswärtssieg – der Neuanfang – ein erster AUFWÄRTSTREND –
Der Erfolg bleibt aus, graue Maus  keine Schimmer hoch am FIRMAMENT – der Abstiegskampf ist angekommen- in den Köpfen OMNIPRÄSENT.

Da ist keine Hoffnung mehr – sag mal wars das SCHON? Folgt nur Tage später eine Antwort – mit der POKALSENSATION. Nächste Runde , Finale in Berlin  vor vielen MILLIONEN – grauer Alltag- Wochenende 0:2- Eisern UNION.

Ein Virus stoppt den Ball und hält kurz darauf die ganze Welt AN –  im Stadion wirds still und es folgt ein neuer ANFANG. Am Tabellenplatz sollte sich erstmal nichts mehr ÄNDERN – „Wir glauben dran“ das Finale lief auf allen großen SENDERN.

Spieler sind Menschen und werden zu LEGENDEN – Da prangten schon so viele große Namen auf den HEMDEN –  Gracias Claudio, Zeit deine Karriere zu BEENDEN – schwelge in Erinnerung ,  die Schale in den HÄNDEN. 

Man darf ja wohl noch TRÄUMEN  – das eSports Team holt das Ding auf 16 zu NEUN.

Und während die ganze Welt lüftet und hält Abstand DAZU – bleibt bei uns wohl wieder das Transferfenster ZU.

Autor: aufeinspiel

Nordisch by Nature!

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